Humboldt Lecture 2016

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl)

Die Päpstliche Universität Gregoriana und die Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl haben am 6. Oktober 2016 mit der Humboldt Lecture eine neue Kooperation begonnen. Wilhelm von Humboldt war von 1802 bis 1808 der Gesandte Preußens beim Heiligen Stuhl. Nach ihm, dem großen preußischen Gelehrten, Diplomaten und Staatsmann, der die Berliner Universität gründete, ist die Lecture benannt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hielt die erste Humboldt Lectue zum Thema "Die Würde des Menschen ist unantastbar".

In seiner Vorlesung wies Gröhe darauf hin, dass Recht und Gesetz oft nicht ausreichten, um in Grenzfragen Lösungen zu Gunsten der Würde des Menschen zu finden. Für die Grenzfälle menschlichen Lebens schweige und verstumme die Rechtsordnung; umso wichtiger seien Werte und sei Ethik. Mehrmals kam Gröhe während seiner Vorlesung darauf zurück, dass Religion und Weltanschauung in die Debatten hinein gehörten, man könne und dürfe sie nicht ausschließen.