Martín Caparrós: HUNGER

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Am 8. März 2017 veranstaltete die Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl zusammen mit der Ständigen Vertretung bei den Internationalen Organisationen in Rom in Zusammenarbeit mit der argentinischen Botschaften beim Heiligen Stuhl und den Vertretung Argentiniens bei den Internationalen Organisationen den Diskussionsabend „Agenda 2030 - Fighting Hunger, Overcoming Poverty, Protecting our Climate - open up new prospects“.

„Obwohl die Menschheit in der Lage ist mehr Nahrung zu produzieren, als für die Weltbevölkerung von 7,3 Milliarden Menschen benötigt wird, leiden tagtäglich 1 Milliarde Menschen Hunger“, so Botschafterin Annette Schavan zur Einführung der Veranstaltung. Der argentinische Ständige Vertreter bei den Internationalen Organisationen Botschafter Claudio J. Rozencwaig stellte den Autor und Journalisten Martín Caparrós vor, der in seiner Einführungsrede die Versäumnisse unserer Gesellschaften darstellte und wie in seinem 2015 erschienenen Buch „Hunger“ eine entlarvende Brücke von einer Milliarde hungernder Menschen zu den westlichen Gesellschaften schlug, in denen 30 % der Nahrungsmittel weggeworfen werden.

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Unter Moderation des Ständigen Vertreters bei den Internationalen Organisationen Botschafter Hinrich Thölken diskutierten Martín Caparrós mit Flaminia Giovanelli, Untersekretärin des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen der Kurie, Amira Gornass, sudanesische Botschafterin bei den Internationalen Organisation in Rom und Vorsitzende des Committees on Food Security sowie Hartmut van Lengerich, Bayer Crop Science.

In dem kontrovers und offen geführten Gespräch wurde die Rolle von Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Religion kritisch hinterfragt und unter dem Aspekt betrachtet, welche Versäumnisse dazu führen, dass trotz Nahrungsmittelüberfluss Hunger auf der Welt Alltag ist und wie sich die Weltgemeinschaft mit der Agenda 2030 aufstellen muss, dies zu beenden.

Rogelio Francisco Emilio Pfirter, argentinischer Botschafter beim Heiligen Stuhl, schloss den Diskussionsabend mit dem Verweis auf Papst Franziskus, dass bei der Bekämpfung des Hungers stets der Mensch im Zentrum jeden Handelns stehen müsse.

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