Rund um den Heiligen Stuhl

Die Beziehungen zum Heiligen Stuhl stehen in einem einzigartigen völkerrechtlichen Kontext, da Heiliger Stuhl und der Staat der Vatikanstadt trotz der landläufigen umgangssprachlichen Bezeichnung Vatikan zwei unterschiedliche Völkerrechtssubjekte sind, an deren Spitze jeweils der Papst steht.

Als einziges Völkerrechtssubjekt dieser Art weltweit vereint der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche diese Qualität in seiner Person. Umgekehrt ist der seit dem erzwungenen Aufgehen des Kirchenstaates 1870 in das Königreich Italien mit den Lateranverträgen von 1929 neubegründete Staat der Vatikanstadt ein staatliches Völkerrechtssubjekt mit eigener Rechtsnatur. Die völkerrechtlichen diplomatischen Beziehungen werden mit dem Heiligen Stuhl gepflegt.

Für die Betreuung von Pilgergruppen und deutschen Touristen in Rom ist die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl nicht zuständig. Bitte wenden Sie sich an das Deutsche Pilgerzentrum:

XIV. Ordentliche Bischofssynode vom 4. bis 25. Oktober 2015 im Vatikan

Bevor die ordentliche Bischofssynode 2015 im Vatikan stattgefunden hat, wurde die III. außerordentliche Bischofssynode vom 5. bis 19. Oktober 2014 abgehalten und befasste sich mit dem Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“. Ihr gehörten 191 Kardinäle und Bischöfe an (vor allem die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und die Leiter von Kurienbehörden), darüber hinaus zahlreiche Laien als Berater, 16 Fachleute, 38 Gasthörer (Auditoren) und acht Repräsentanten anderer Kirchen. (...)

Deutsches Pilgerzentrum Rom (Centro Pastorale Pellegrini di Lingua Tedesca)

Via del Banco di S. Spirito, 56 - 00186 Roma (Italia)
Tel.: 0039 06 6897 197 - 0039 06 6897 198
Fax: 0039 06 6869 490
Email: pilgerzentrum%27%net,info
Internet: www.pilgerzentrum.net

Direktor: Pfarrer Werner Demmel

Ab sofort steht eine App des Pilgerzentrums zur Verfügung: „Als Wegbegleiter für die Pilger Roms bietet die App des Pilgerzentrums vielfältige Informationen über die Stadt Rom und den Vatikan. Außerdem ist sie eine Hilfe für alle, die noch im Heiligen Jahr nach Rom fahren“, so Pfarrer Demmel. Nutzer finden interessante Details zu den Hauptbasiliken und weiteren römischen Kirchen. Diese Sammlung wird nach und nach erweitert. Mithilfe von GPS und Google Maps werden vier verschiedene Pilgerwege durch Rom gezeigt, die Interessierte durch die Stadt leiten. Wer zum Beispiel eine der zahlreichen Katakomben Roms besuchen möchte, die den ersten Christen als Begräbnisorte dienten, erhält ebenfalls weiterführende Informationen. Die App weist außerdem auf deutschsprachige Gottesdienste hin. Zusätzlich werden für Notfälle und weitere Fragen Ansprechpartner genannt, an die man sich wenden kann.

Vatikan-Münzen erstmals im Umlauf

Seit Juli 2010 bringt der Vatikan eigene Euro-Münzen in den Umlauf. Im vatikanischen Supermarkt, auf dem Postamt und in der Apotheke werden 50-Cent-Stücke mit dem Konterfei des Papstes als Wechselgeld ausgegeben. Die Neuerung geht auf eine Vereinbarung zwischen dem Vatikanstaat und der EU zurück, wonach künftig 51 Prozent aller vatikanischen Euro-Münzen in den regulären Umlauf kommen. Bisher wurden die Münzserien mit einem Nominalwert von 3,88 Euro nur als Sammler-Sets zu einem Preis von 30 Euro an Sammler verkauft.

Ein Stück deutscher Geschichte im Vatikan

Schon seit Jahren halb versteckt und kaum bekannt steht ein Bruchstück der Berliner Mauer in den vatikanischen Gärten.

Dieses Stück deutscher Geschichte stammt aus Berlin Mitte. Der Bau der Mauer teilte die Gemeinde Sankt Michael in zwei Teile. Die Sankt-Michaels-Kirche befand sich im Osten, während ein großer Teil der Gemeinde dem Westen der Stadt angehörte. Die Mauer verlief hinter der Kirche und versperrte den Blick auf diese aus dem Westteil der Stadt.

Im Jahre 1986 schuf der in Berlin lebende iranische Künstler Yadegar Asisi an genau dieser Stelle ein illusionäres Bild, welches die Durchlässigkeit der Mauer demonstrieren sollte. Durch die Skizzierung der Kirchenwand auf dem Fragment scheint die Mauer nicht existent und die Sicht auf das Bauwerk unverstellt.

Nach dem Fall der Mauer wurde das Bruchstück 1990 von dem Italiener Marco Piccininni ersteigert, der es 1994 dem Vatikan schenkte.

Rund um den Heiligen Stuhl

Barrierefreiheit im Vatikan

Blaues Schild mit Rollstuhlfahrer

Die Vatikanischen Museen verfügen über einen Service für Menschen mit Behinderung ...